IHK Thurgau
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Der schweizerische Aussenhandel rutschte von Januar bis September 2009 tief in die Negativzone, sanken doch Exporte und Importe um je einen Sechstel.
Immerhin schwächte sich das Abwärtstempo laut der Eidgenössischen Zollverwaltung im 3. Quartal 2009 leicht ab. Der Rückgang traf den Warenverkehr mit dem wichtigsten Handelspartner, der EU, besonders deutlich. Steigende Export- und deutlich sinkende Importgüterpreise verbesserten die Terms of Trade markant. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von über 14 Mrd. Fr.
Die Exporte sanken um 15,3 % auf 133 461 Mio. Fr. (real: - 16,7 %). Die seit dem Schlussquartal 2008 registrierte Exportabnahme intensivierte sich bis ins 2. Quartal 2009 kontinuierlich; im 3. Quartal zeigte sich eine schwache Verlangsamung. Sai-sonbereinigt (Vorquartalsvergleich) scheint mit dem kleinen Plus im 3. Quartal die Talsohle durchschritten zu sein. Die Preise der Exportgüter erhöhten sich um 1,6 %. Unter Ausschluss der verzerrenden Preisentwicklung in der Pharmasparte resultierte ein Preisabschlag von 2,7 % (real: - 12,9 %).
Die Importe verminderten sich um 16,3 % auf 119 022 Mio. Fr. (real: - 11,0 %). Auch importseitig beschleunigte sich die Abwärtsbewegung bis ins 2. Quartal 2009 fortlaufend. Im 3. Quartal fiel das Minus nur minimal schwächer aus als im 2. Saisonbereinigt (Vorquartalsvergleich) kam der Rückgang fast zum Stillstand. Derweil gaben die Preise der importierten Güter innert Jahresfrist um hohe 6 % nach. Ohne die Pharmazeutika vergrösserte sich der Preisabschlag auf 8,5 % (real: - 8,5 %).
Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 14,4 Mrd. Fr., der damit fast um 1 Mrd. Fr. bzw. 6 % niedriger zu liegen kam als in der Vergleichsperiode. Massgeblicher Grund dafür sind ausgiebige Importe von Goldornamenten aus Vietnam. Im September 2009 schrumpfte der Aussenhandel in beiden Verkehrsrichtungen etwas weniger stark als im bisherigen Jahresdurchschnitt. Die Exporte sanken dabei um 12,4 % auf 15 623 Mio. Fr. (real - 15,9 %) und die Importe um 15,5 % auf 13 705 Mio. Fr. (real: - 10,3 %).
Hatte vor Jahresfrist die überwältigende Mehrheit der Branchen noch ein Absatzplus ausweisen können, mussten nun im Dreivierteljahr 2009 alle Industriezweige rückläufige Exporte hinnehmen. Zum Teil fiel das Minus massiv aus, so namentlich bei der Metallindustrie, die innert Jahresfrist mehr als einen Drittel ihres Auslandumsatzes verlor; 4 weitere Branchen erlitten eine Abnahme um einen Viertel.