IHK Thurgau
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Der Aussenhandel war auch im August 2009 deutlich rückläufig - trotz eines zusätzlichen Arbeitstags gegenüber dem Vorjahresmonat.
Exportseitig lagen einzig die Chemische Industrie (Pharma) sowie die Nahrungs- und Genussmittelindustrie im Plus, während die übrigen Branchen wiederum mehrheitlich satte Einbussen erlitten. Wie in den Vormonaten sanken die Preise der Importgüter beachtlich. Da die Importe stärker zurückgingen als die Exporte, vergrösserte sich der Überschuss in der Handelsbilanz um 25 % auf 1, 8 Mrd. Fr.
Die Exporte bildeten sich um 14,0 % (real: - 15,3 %) auf 12 961 Mio. Fr. zurück. Arbeitstagbereinigt - der Berichtsmonat zählte einen Arbeitstag mehr als der August 2008 - betrug die Abnahme 17,7 bzw. 19,0 %. Damit kam die Exportentwicklung grosso modo im bisherigen Rahmen zu liegen. Immerhin zeigte sich saisonbereinigt (Vormonatsvergleich) im zweiten aufeinander folgenden Monat ein Plus. Die Exportgüter verteuerten sich um 1,6 %. Unter Ausschluss der Preisentwicklung in der Pharmasparte resultierte allerdings ein Preisrückgang von 3,0 % (real: - 11,3 %).
Die Importe sanken um 18,1 % (real: - 13,3 %) auf 11 176 Mio. Fr. Mit gleicher Anzahl Arbeitstage resultierte ein Minus von 21,6 bzw. 17,0 %, das damit sichtlich höher ausfiel als in den beiden Monaten davor. Auch saisonbereinigt bestätigte sich diese Verstärkung. Die Preise der Importgüter sanken binnen Jahresfrist um 5,5 %. Ohne die Pharmasparte betrug der Preisrückgang indes hohe 10,1 % (real: - 8,9 %).
Die Handelsbilanz wies im August 2009 einen Überschuss von 1785 Mio. Fr. aus, der damit um 25,0 % höher lag als vor Jahresfrist.
In der Periode Januar - August 2009 verminderten sich die Exporte um 15,7 % (real: - 16,8 %) auf 117 846 Mio. Fr. und die Importe um 16,6 % (real: - 11,3 %) auf 105 120 Mio. Fr. Ausfuhrseitig lag der Umsatz bei allen Branchen unter dem Vorjahresniveau - bei der Nahrungs- und Genussmittelindustrie allerdings nur knapp. Dafür sackten die Exporte der Metallindustrie um 37 % ab. Auf Seite der Importe fiel die Nachfrage im Energieträgerbereich (vor allem preisbedingt) um einen Drittel und jene nach Rohstoffen und Halbfabrikaten um einen Viertel. In beiden Verkehrsrichtungen ging der Warenhandel mit dem Haupthandelspartner, der EU, um je einen Fünftel zurück. Die Preise der exportierten Güter stiegen um 1,3 %, jene der importierten sanken hingegen um 6,0 %. Ohne die Preisentwicklung bei der Pharmabranche gingen die Preise exportseitig um 2,4 % (real: -13,6 %) und importseitig um 8,5 % (real: - 8,9 %) zurück. Die Handelsbilanz wies einen Überschuss von 12 726 Mio. Fr. aus, der um 7,5 % niedriger ausfiel als im Vorjahreszeitraum.