IHK - Industrie- und Handelskammer Thurgau

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02.02.2012:
Starker Franken bremst Aussenhandel
Der starke Franken sowie die eingetrübte Weltkonjunktur hinterliessen ihre Spuren auch im schweizerischen Aussenhandel. Zwar nahmen die Exporte im Jahr 2011 insgesamt um 2 % zu (Vorjahr: + 7 %), die Branchenmehrheit musste aber rückläufige Ausfuhren hinnehmen. Zugleich waren spürbare Preiskonzessionen erforderlich. Während die Nachfrage aus Asien florierte, stagnierte jene aus Europa. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresstand. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen den Aus- und den Einfuhren liess den Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Rekordwert steigen.
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Die Arbeitssituation ist in kleinen Büros besser

Das SECO hat in Zusammenarbeit mit der Hochschule Luzern - Technik & Architektur eine Befragung über die Arbeitssituation in Büros durchgeführt. Büroplaner Hansjörg Witzig ist mit den Resultaten der Studie nicht einverstanden.

Die Studie zeigte, dass bei Arbeitnehmenden in Grossraumbüros vermehrt gesundheitliche Symptome und krankheitsbedingte Absenzen auftraten. Zudem war die Zufriedenheit mit der Arbeit niedriger. Auch die Produktivität wurde in kleinen Büros höher eingestuft als in grossen.

Die Schweizerische Befragung in Büros (SBiB-Studie) hat Angaben ermittelt über die Häufigkeit von beeinträchtigenden Umgebungsbedingungen (Raumklima, Luftqualität, Lärm etc.), gesundheitlichen Symptomen, Anforderungen und deren Erfüllung an Büros, die Arbeitsorganisation, Stress und Arbeitszufriedenheit. Insgesamt haben 125 Betriebe respektive 1230 Personen zwischen 16 und 65 Jahren an der Befragung teilgenommen, davon 56% Männer. Die Erhebungsperiode dauerte von März bis Mitte April 2009.

Kleinere Büros generell besser als grosse eingestuft
Die häufigsten Umgebungsfaktoren, die zu Beeinträchtigungen führten, waren "Lärm im Raum" (durch Gespräche im Hintergrund, Telefonate anderer und Geräte), "trockene Luft", "schlechte/stickige Luft", Probleme mit der Temperatur (zu hoch, zu niedrig, wechselnd), "ungenügendes Licht" und "Zugluft".

Zugluft, trockene oder abgestandene Luft sowie Lärm im Raum wurden mit zunehmender Bürogrösse häufiger genannt. In grösseren Büros wurde die Temperatur eher als zu niedrig, in kleineren Büros eher als zu hoch eingestuft. Die Umgebung wurde in Räumen mit mechanischer Lüftung schlechter eingestuft als in Räumen mit natürlicher Lüftung. Generell wurden die Umgebungsfaktoren in kleineren Büros besser eingestuft als in grossen.

Brennende Augen und Konzentrationsschwierigkeiten
Die am häufigsten mit dem Arbeitsplatz zusammenhängenden gesundheitlichen Symptome waren gereizte, brennende oder juckende Augen, Konzentrationsschwierigkeiten, Schweregefühl im Kopf und Kopfschmerzen, sowie Müdigkeit. In kleineren Büros traten die Symptome signifikant weniger häufig auf als in grossen Büros. Es gab jedoch keine signifikanten Unterschiede zwischen Büros mit natürlicher und mechanischer Lüftung.

Zufriedenere Mitarbeitende in kleineren Büros
Bei den arbeitsorganisatorischen Faktoren wurden ebenfalls signifikante Unterschiede zwischen den Bürotypen gefunden: Die Zufriedenheit im Allgemeinen mit der Arbeit war grösser in kleinen Büros, die Arbeit wurde weniger oft unterbrochen und die Attraktivität des Arbeitsplatzes wurde als besser bewertet. Generell gaben Personen in kleineren Büros häufiger an, dass der Arbeitsplatz ihnen erlaube, produktiv zu sein.

Mehr Absenzen in grösseren Büros
Ein wichtiger Kostenfaktor sind Absenzen. In grossen Büros wurden häufiger krankheitsbedingte Absenzen gemeldet als in kleinen Büros. Betrachtet man zusätzlich die Einschränkung der Produktivität durch das Auftreten von Symptomen  ergeben sich dadurch weitere Nachteile für Grossraumbüros.

Fazit: Arbeits- und Umgebungssituation in kleinen Büros besser
Generell wurde die Arbeits- und Umgebungssituation in kleinen Büros besser bewertet als in grösseren Büros. Die Zufriedenheit im Allgemeinen mit der Arbeit war grösser, es gab weniger krankheitsbedingte Absenzen und die Häufigkeit des Auftretens von Symptomen war geringer. Das grösste Konfliktpotential in Büros entsteht durch Tätigkeiten, die Lärm oder Störungen verursachen (wie Telefonate, Gespräche, Sitzungen etc.) und dem Bedürfnis, ruhige Arbeiten (z.B. konzentriertes Arbeiten) zu verrichten.

Bei der Planung und beim Betrieb von Büros, speziell von Grossraumbüros, sollten daher diese Aspekte berücksichtigt werden, zum Beispiel durch räumliche schalldämmende Trennung oder speziell abgetrennte Arbeitsbereiche. Auch die technischen Einrichtungen (Lüftung, Beleuchtung etc.) sollten den Bedürfnissen und Arbeitsaufgaben der Personen angepasst sein. Dadurch können die Unternehmen mittel- bis langfristige Kosten, z.B. durch erhöhte Absenzen, vermeiden.

Büroplaner widerspricht
Hansjörg Witzig ist Leiter der Büroplanung und Büroarchitektur von Witzig The Office Company. Er ist mit den Ergebnissen der SECO-Studie nicht einverstanden. Das richtige Wort für Grossraumbüro heisst gemäss Witzig „Teambüro“. Ein offenes Raumkonzept mache dort Sinn, wo man als Team zusammenarbeiten und miteinander kommunizieren wolle. Nötig ist gemäss einem Interview mit Witzig im „Tages-Anzeiger“ ein Paket von Massnahmen, um das Wohlbefinden der Menschen im Teambüro zu sichern. Dazu gehören neben Pflanzen auch Abschirmungen, die nicht höher als 1.50 Meter sein sollen. „Wenn man steht, muss man den Gesamtüberblick über den Raum haben“, so Witzig. In der Praxis setze sich das offene Raumkonzept durch. In einem optimalen Teambüro ist die Produktivität laut Witzig höher.

 



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