IHK - Industrie- und Handelskammer Thurgau

Suchen

Aktuellste Meldung

02.02.2012:
Starker Franken bremst Aussenhandel
Der starke Franken sowie die eingetrübte Weltkonjunktur hinterliessen ihre Spuren auch im schweizerischen Aussenhandel. Zwar nahmen die Exporte im Jahr 2011 insgesamt um 2 % zu (Vorjahr: + 7 %), die Branchenmehrheit musste aber rückläufige Ausfuhren hinnehmen. Zugleich waren spürbare Preiskonzessionen erforderlich. Während die Nachfrage aus Asien florierte, stagnierte jene aus Europa. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresstand. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen den Aus- und den Einfuhren liess den Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Rekordwert steigen.
(Details)

Adresse

IHK Thurgau
Schmidstrasse 9
Postfach 396
8570 Weinfelden

Tel 071 622 19 19
Fax 071 622 62 57

info@ihk-thurgau.ch
beglaubigung@ihk-thurgau.ch

Eine rasch wirkende Konjunkturmassnahme

Steuerentlastungen sind eine sehr wirksame Konjunkturmassnahme. Dies legten die Spitzen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau sowie des Thurgauer Gewerbeverbandes (TGV) in Frauenfeld dar.

„Das neue Steuergesetz hat den Vorteil, dass es sofort, das heisst ab Anfang 2010, umgesetzt werden kann und wirkt“, sagte Peter A. Schifferle, der Präsident der IHK Thurgau. Es bedeute eine Entlastung für alle Steuerzahlenden. Es wird gemäss Schifferle für eine Belebung des Konsums sorgen und die Gefahr eines Konsumeinbruchs abwenden. Andere kurzfristig wirksame Massnahmen stünden nicht zu Verfügung. Für ihn handelt es sich um eine der wichtigsten Abstimmungen der letzten Jahre für den Kanton. Hochqualifizierte Fachleute und damit eine dringend benötigte professionelle Verstärkung für innovative Firmen zögen mit den heutigen Rahmenbedingungen nicht in den Thurgau.

Der richtige Zeitpunkt

Laut Peter A. Schifferle und Peter Schütz, Präsident des Thurgauer Gewerbeverbandes, verfolgt die Regierung eine klare Strategie. Zunächst seien Familien und Unternehmen entlastet worden. Nun folgten die übrigen Steuerpflichtigen. Eine Steuerfusssenkung käme einer Giesskanne gleich. „Es ist Zeit, die Struktur zu korrigieren“, betonte Schifferle. Für den Präsidenten des TGV, Kantonsrat Peter Schütz, steht fest: „Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um gezielt in die Zukunft zu investieren.“ Die Mittel stünden bei Kanton und Gemeinden in Form von sehr hohen Eigenkapitalpolstern zur Verfügung. Es seien Steuern auf Vorrat eingezogen worden. Den Bedenken der Gemeinden sei der Grosse Rat entgegengekommen und habe eine Regelung beschlossen, die einen sanften Übergang sichere.

Arbeitsplätze werden sicherer

TGV-Geschäftsführer Heinz Wendel wies auf die Bedeutung der Umsetzung von Bundesrecht hin. Dieser Teil der Steuergesetzrevision räume steuerliche Hürden bei den Nachfolgelösungen beiseite und sichere damit Arbeitsplätze. Er erleichtere weiter die Altersvorsorge in Gewerbe und Landwirtschaft. Mit der straflosen Selbstanzeige im Falle von unversteuerten Vermögen im Erbfall werde nicht nur der Weg in die Legalität geebnet, sondern auch das Steuersubstrat vergrössert.

Dringender Handlungsbedarf

„Der Kanton Thurgau ist steuerlich noch nicht am Ziel“, erklärte IHK-Direktor Peter Maag. Gemäss aktuellen Studien belegt er bei der Besteuerung der mittleren und hohen Einkommen den 15. Rang von 26 Kantonen und ist damit schlechter als der Schweizer Durchschnitt. Es bestehe dringender Handlungsbedarf. Steuerfusssenkungen bildeten keine Alternative zum neuen Steuergesetz. Um flächendeckend zu wirken, wären Beschlüsse des Grossen Rates, von 80 Politischen Gemeinden sowie von mehr als 90 Schul- und 120 Kirchgemeinden nötig. „Lieber die Taube in der Hand als der Spatz auf dem Dach“, folgerte Maag.



Thurgau