Exportmotor kommt auf Touren
Erstmals seit dem 3. Quartal 2008 lag die vierteljährliche Entwicklung im Aussenhandel wieder im Plus - die Exporte dabei deutlich, die Importe nur knapp.
1. Quartal 2010: Exportmotor kommt auf Touren
Erstmals seit dem 3. Quartal 2008 lag die vierteljährliche Entwicklung im Aus-senhandel wieder im Plus - die Exporte dabei deutlich, die Importe nur knapp. Exportseitig fanden die Uhren- und die Metallindustrie, ungeachtet der Fran-kenstärke, fast wieder zu ihrer einstigen Formstärke zurück. Bei den Importen legten die Halbfabrikate beachtlich zu, während die Investitionsgüter einer har-zigen Inlandnachfrage ausgesetzt blieben. Trotz Verbesserung hinkte der Ex-portanstieg in die EU den anderen Wirtschaftsregionen sichtbar hinterher. Die Handelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 5,7 Mrd. Fr.Zum ersten Mal seit dem 3. Quartal 2008 verzeichneten die Exporte im 1. Quartal 2010 (47,3 Mrd. Fr.) wieder ein Plus, das mit + 6,9 % zugleich solide ausfiel. Ausser-dem zeigten die Ausfuhren saisonbereinigt (Vorquartalsvergleich) im dritten aufein-ander folgenden Quartal eine Zunahme. Die Preise der Exportgüter erhöhten sich mit + 2,4 % im Rahmen der Vorquartale. Unter Ausschluss der Entwicklung in der Phar-masparte resultierte indes ein Preisrückgang von 2,4 % (real: + 9,5 %).
Auch die Importe lagen erstmals seit dem 3. Quartal 2008 wieder in der Positivzone, wenn auch nur knapp. Belastend haben sich hier die ausbleibenden Goldornament-importe aus Vietnam ausgewirkt, die in der Vergleichsperiode noch in erheblichem Ausmass stattgefunden hatten. Saisonbereinigt wiesen die Einfuhren im zweiten Quartal hintereinander ein Plus auf. Die Preise der Importgüter erhöhten sich leicht (+ 1,3 %) - dies nachdem in den vier Quartalen davor jeweils ein (deutlicher) Preis-abschlag registriert worden war. Ohne die Pharmasparte blieben hingegen die Preise nahezu unverändert (+ 0,3 %; real: + 0,2 %).
In der Handelsbilanz verdoppelte sich der Überschuss in den ersten drei Monaten 2010 auf 5,7 Mrd. Fr.; vor Jahresfrist hatte sich der Aktivsaldo wegen den massiven Importen aus Vietnam noch sichtbar zurück gebildet.Im Monat März 2010 expandierten die Ausfuhren um hohe 16,7 % auf 17,8 Mrd. Fr. (real: + 14,6 %). Da der März des Vorjahres einen Arbeitstag weniger zählte als der Berichtsmonat, betrug der Anstieg bereinigt 12,6 bzw. 10,5 %. Die Einfuhren weite-ten sich um 4,7 % auf 15,8 Mrd. Fr. aus (real: + 4,6 %); arbeitstagbereinigt schmolz das Wachstum indes auf + 0,9 bzw. + 0,8 % zusammen. Bezogen auf die Produkt-gruppen stiegen die Ausfuhren der Uhren- und der Metallindustrie um je einen Drittel
Medienmitteilung
und jene der Chemischen Industrie um einen Viertel. Darüber hinaus wies die Ma-schinen- und Elektronikindustrie nach 17 Monaten rückläufiger Ausfuhren erstmals wieder ein Verkaufsplus aus. Nach Absatzmärkten gegliedert, verzeichneten die Lie-ferungen in die EU einen veritablen Wachstumsschub. Während sich die Exportgüter um 1,9 % verteuerten, blieben die Preise der Importwaren praktisch unverändert.