IHK - Industrie- und Handelskammer Thurgau

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02.02.2012:
Starker Franken bremst Aussenhandel
Der starke Franken sowie die eingetrübte Weltkonjunktur hinterliessen ihre Spuren auch im schweizerischen Aussenhandel. Zwar nahmen die Exporte im Jahr 2011 insgesamt um 2 % zu (Vorjahr: + 7 %), die Branchenmehrheit musste aber rückläufige Ausfuhren hinnehmen. Zugleich waren spürbare Preiskonzessionen erforderlich. Während die Nachfrage aus Asien florierte, stagnierte jene aus Europa. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresstand. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen den Aus- und den Einfuhren liess den Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Rekordwert steigen.
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Frühjahrserwachen der Thurgauer Konjunktur

Die Thurgauer Industrie ist erfreulich ins Jahr 2010 gestartet. Produktion und Bestellungseingänge beleben sich wieder, allerdings ausgehend von einem tiefen Niveau. Erholungstendenzen zeigen sich auch im Bau und im Detailhandel.

Gemäss der soeben erschienenen Ausgabe des „Thurgauer Wirtschaftsbarometers“, das vom Kanton Thurgau, der Thurgauer Kantonalbank und der Industrie- und Handelskammer Thurgau gemeinsam getragen wird, hat der Geschäftsgang in der Thurgauer Industrie seine Aufwärtsbewegung im ersten Quartal 2010 fortgesetzt.

Industriebetriebe mit deutlich besserer Geschäftslage
Anfang April 2010 beurteilten die von der KOF ETH befragten Thurgauer Industriebetriebe ihre Geschäftslage deutlich besser als drei Monate zuvor. Der Anteil der Unternehmen, die ihre Geschäftslage als schlecht einstuften, bildete sich von 30 % auf 19 % spürbar zurück. Im Gegenzug sprachen etwas mehr Betriebe von einer guten Geschäftslage (12 %) als im Januar. Damit überwogen die Negativbeurteilungen noch immer, aber nur noch knapp.

Industrieproduktion zieht wieder an
Nach Startschwierigkeiten im Januar zog die Industrieproduktion im Februar und März 2010 deutlich an. Im März produzierten 57 % der Betriebe mehr als im Vorjahr, weitere 25 % immerhin gleich viel. Die Kapazitätsauslastung erhöhte sich geringfügig von 76,7 % auf 76,9 %. Erstmals im laufenden Konjunkturzyklus wurden allerdings die technischen Produktionskapazitäten kaum mehr heruntergefahren und nicht mehr als zu hoch beurteilt.

Lebhafterer Bestellungseingang
Sehr positiv entwickelte sich im ersten Quartal 2010 der Auftragseingang. Im März übertrafen die Bestellungseingänge den Vorjahresstand erstmals wieder deutlich. Die erfreuliche Aufwärtsbewegung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Auftragsbestand noch immer zu tief ist: 42 % der Betriebe bezeichneten ihren Auftragsbestand Anfang April als zu niedrig, nur 7 % hingegen als hoch.

Exporte weiter auf Talfahrt
Die Thurgauer Exportwirtschaft war im ersten Quartal 2010 weiter auf Talfahrt. Immerhin fiel der Rückgang mit gut 7 % nicht mehr ganz so drastisch aus wie im Gesamtjahr 2009 (-11,5 %). Besonders im EU-Raum harzte der Verkauf Thurgauer Exportwaren noch immer (-13,5 %). Im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland hielt sich der Rückgang mit rund 3 % jedoch in Grenzen. Die meisten Branchen mussten weitere Exportrückgänge hinnehmen, Ausnahmen unter den bedeutenderen Branchen waren lediglich Chemikalien, Kunststoffe, Metallwaren sowie Präzisionsinstrumente und –apparate. Im Gegensatz zu den Exporten legten die Importe in den Thurgau im Anfangsquartal 2010 leicht zu (+1,2 %). Insbesondere Rohstoffe, Halbfabrikate und Konsumgüter wurden vermehrt nachgefragt, während die Einfuhr von Investitionsgütern nach wie vor rückläufig war.


Anhalten des Aufschwungs erwartet
Die Thurgauer Industrieunternehmen blicken zunehmend zuversichtlich in die Zukunft. Für das zweite Quartal 2010 gehen sie von einer lebhafteren Produktion und reichlicher eingehenden Bestellungen aus. Beim Personalbestand planen die Betriebe erstmals keinen weiteren Abbau mehr, vielmehr sehen sie eine gleichbleibende Beschäftigtenzahl vor.  Die Ertragslage dürfte allerdings unter Druck bleiben, gehen die Betriebe doch von anziehenden Einkaufspreisen bei gleichzeitig eher tieferen Verkaufspreisen aus. Für den Zeitraum bis zum Herbst 2010 rechnen drei von fünf Betrieben mit einer unveränderten Geschäftslage. Bei den übrigen Unternehmen überwiegen jene, die mit  einer Verbesserung der Geschäftslage rechnen.

Bau erholt sich wieder
Im Anfangsquartal 2010 war die Bautätigkeit zwar noch immer rückläufig, aber deutlich weniger ausgeprägt als zuvor. Gleichzeitig verbesserte sich die Beurteilung der Auftragsbestände massiv. Anfang April wurden sie von 32 % der Baubetriebe als hoch, von nur 19 % hingegen als zu niedrig bezeichnet. Innert dreier Monate sank der Anteil der Betriebe, die von einer schlechten Geschäftslage sprachen, markant von 29 % auf 15 %. 20 % der Baubetriebe – etwas mehr als vor einem Vierteljahr – stuften ihre Geschäftslage als gut ein. Für das zweite Quartal 2010 wie auch für den Zeitraum bis Herbst 2010 gehen die Thurgauer Baubetriebe von leicht anziehenden Auftragseingängen aus. Die Beschäftigtenzahl soll nur noch geringfügig reduziert werden.

Zuversicht wächst im Detailhandel
Im Detailhandel zeigen die Ergebnisse der KOF-Umfrage vom April 2010 eine erstarkte Zuversicht. Mehr Betriebe sprachen von einer guten als von einer schlechten Geschäftslage. Für die kommenden sechs Monate erwarten 15 % der Thurgauer Detailhändler eine Verbesserung und nur 7 % eine Verschlechterung der Geschäftslage.

Die Schweizer Seite des Bodensees ist voller Reiz und Schönheit
Im weiteren wird in der Mai-Ausgabe des „Thurgauer Wirtschaftsbarometers“ die schweizerische Bodensee-Schifffahrt beleuchtet. Gemäss Hermann Hess, Verwaltungsratspräsident der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt AG, ist der Bodensee die wichtigste touristische Attraktion des Kantons Thurgau, und es bestehen noch ungenutzte Potentiale.

 

 



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