IHK - Industrie- und Handelskammer Thurgau

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02.02.2012:
Starker Franken bremst Aussenhandel
Der starke Franken sowie die eingetrübte Weltkonjunktur hinterliessen ihre Spuren auch im schweizerischen Aussenhandel. Zwar nahmen die Exporte im Jahr 2011 insgesamt um 2 % zu (Vorjahr: + 7 %), die Branchenmehrheit musste aber rückläufige Ausfuhren hinnehmen. Zugleich waren spürbare Preiskonzessionen erforderlich. Während die Nachfrage aus Asien florierte, stagnierte jene aus Europa. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresstand. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen den Aus- und den Einfuhren liess den Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Rekordwert steigen.
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Hohe Arbeitskosten in der Schweiz

Im Jahr 2004 beliefen sich die Arbeitskosten in der Schweiz in der Industrie und in weiten Teilen des Dienstleistungssektors auf durchschnittlich 50.70 Fr. pro geleistete Arbeitsstunde.

Anhand erster Schätzungen dieser Kosten hat das Bundesamt für Statistik (BFS) wichtige Indikatoren erstellt, die einen Vergleich der Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Schweiz mit der Attraktivität seiner wichtigsten europäischen Konkurrenten erlauben. Die Arbeitskosten umfassen die Gesamtheit aller von den Arbeitgebern im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Arbeitskräften getragenen Aufwendungen. Sie machen in der Regel den grössten Anteil der Produktionskosten aus und beliefen sich 2004 in der Industrie und in weiten Teilen des Dienstleistungssektors auf schätzungsweise 50.70 Fr. pro geleistete Arbeitsstunde. Die Arbeitskosten setzten sich zu 82,6 Prozent aus Löhnen und Gehältern, zu 14,8 Prozent aus Sozialbeiträgen der Arbeitgeber und zu 2,6 Prozent aus Kosten für die berufliche Bildung und die Personalrekrutierung sowie aus sonstigen Aufwendungen zusammen. 2002 betrugen die Arbeitskosten 50.10 Fr. Im Zeitraum 2002-2004 nahmen sie um 1,2 Prozent zu, während sie zuvor, zwischen 2000 und 2002, noch um 5 Prozent zugelegt hatten.

Die Schweiz im internationalen Vergleich
Die Arbeitskosten variieren stark von Land zu Land. Sie bilden einen Schlüsselindikator zum Vergleich der Attraktivität der einzelnen Wirtschaftsstandorte. Nicht nur innerhalb der Europäischen Union als Ganzes (EU-25), sondern auch zwischen dem Norden und dem Süden der EU-15, bestehen Unterschiede. 2004 betrugen die Arbeitskosten in der Schweiz 32.9 € pro geleistete Arbeitsstunde. Damit bildet das Land zusammen mit Dänemark (30.7 €) und Belgien (30 €) eine Spitzengruppe. Die Nachbarländer der Schweiz, deren Arbeitskosten das EU-15-Mittel übersteigen (Frankreich, Deutschland und Österreich), verzeichnen Werte zwischen 25 und 28 €. Von den südlichen Ländern der EU-15 mit unterdurchschnittlichen Arbeitskosten wird einzig Portugal (9.6 €) durch ein neues Mitgliedsland der EU-25 übertroffen. 2004 betrug die Bandbreite der Arbeitskosten der Neumitglieder 11.1 (Zypern) bis hinunter zu 2 € (Lettland). In der Schweiz nahmen die Arbeitskosten in Euro ausgedrückt zwischen 2002 und 2004 leicht ab. Grund hierfür ist die Entwicklung des Franken-Euro-Wechselkurses in dieser Periode. Weitere Angaben finden sich unter www.bfs.admin.ch

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