Ja zum Ausländer- und Asylgesetz; Nein zur Kosa-Initiative
Der Schweizerische Arbeitgeberverband hat seine Empfehlungen für die Volksabstimmung vom 24. September 2006 veröffentlicht.
Der Schweizerische Arbeitgeberverband empfiehlt den Stimmbürgerinnen und
Stimmbürgern für die Eidg. Volksabstimmung vom 24. September 2006, das
«Ausländergesetz» und das «Asylgesetz» anzunehmen, die Kosa-Initiative aber
abzulehnen.
Ja zu Ausländergesetz und Asylgesetz
Das bisherige Gesetz über den Aufenthalt und die Niederlassung von Ausländern (ANAG)
stammt aus dem Jahr 1931 und entspricht den heutigen Anforderungen längst nicht
mehr. Komplizierte Bewilligungswege führen zu einem hohen bürokratischen Aufwand
für Bund, Kantone und Gemeinden. Die Situation der rechtmässig und dauerhaft
anwesenden Ausländerinnen und Ausländer wird verbessert. Die Kriminalität und der
Missbrauch des Ausländerrechts sollen künftig besser bekämpft und schärfer bestraft
werden. Mit dem neuen Gesetz wird die Ausländerpolitik klar und in unserem Interesse
geregelt. Deshalb empfehlen wir es zur Annahme.
Mit dem revidierten Asylgesetz will der Bundesrat das Asylverfahren, die
Wegweisungsentscheide und den Vollzug des Gesetzes neuen Herausforderungen
anpassen. Zudem drängt sich eine Angleichung der Asylgesetzgebung an die Entwicklung
in der EU auf. Das revidierte Gesetz führt die humanitäre Tradition der Schweiz weiter.
Auch deshalb verdient diese Vorlage ein Ja.
Nein zur Kosa-Initiative
Der Schweizerische Arbeitgeberverband empfiehlt, die Volksinitiative für die AHV (Kosa-
Initiative) abzulehnen. Die Initiative will mit den jährlichen Gewinnen der
Schweizerischen Nationalbank den AHV-Fonds äufnen. Diese Verknüpfung von
Nationalbankgewinn und Finanzierung eines Sozialwerks würde dazu führen, dass die
Nationalbank ihre Währungsreserven und ihre Politik nicht mehr ausschliesslich in den
Dienst der Geldpolitik und damit stabiler Preise stellen könnte, sondern vermehrt
sozialpolitische Gesichtspunkte zu berücksichtigen und den Gewinn zu verstetigen und
zu maximieren hätte. Das tangiert die Unabhängigkeit der Nationalbank empfindlich und
gefährdet eine Geld- und Währungspolitik im Gesamtinteresse des Landes.