IHK - Industrie- und Handelskammer Thurgau

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02.02.2012:
Starker Franken bremst Aussenhandel
Der starke Franken sowie die eingetrübte Weltkonjunktur hinterliessen ihre Spuren auch im schweizerischen Aussenhandel. Zwar nahmen die Exporte im Jahr 2011 insgesamt um 2 % zu (Vorjahr: + 7 %), die Branchenmehrheit musste aber rückläufige Ausfuhren hinnehmen. Zugleich waren spürbare Preiskonzessionen erforderlich. Während die Nachfrage aus Asien florierte, stagnierte jene aus Europa. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresstand. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen den Aus- und den Einfuhren liess den Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Rekordwert steigen.
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Jede zweite Firma überlebt nicht

Fünf Jahre nach der Gründung sinkt die Überlebensrate von Unternehmen auf 50 Prozent.

Gemäss der Betriebszählung 2008 waren 81 Prozent der im Jahr 2007 gegründeten Unternehmen ein Jahr nach ihrer Gründung noch aktiv. Fünf Jahre nach der Gründung ist die Überlebensrate der 2003 gegründeten Unternehmen auf 50 Prozent gesunken. Die Zahl der überlebenden Unternehmen wird zwar mit den Jahren zunehmend kleiner, doch die weiterhin aktiven Unternehmen schaffen tendenziell neue Stellen und gleichen damit die aus den Unternehmensschliessungen entstandenen Beschäftigungseinbussen teilweise aus. Der sekundäre Sektor weist eine höhere Überlebensrate der neuen Unternehmen auf als der tertiäre Sektor. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse der Statistik 2008 zu den Überlebensraten der neu gegründeten Unternehmen, die vom Bundesamt für Statistik erstellt wird (BFS).

Höhere Überlebensrate im sekundären Sektor
Die Statistik zu den Überlebensraten betrachtet die zwischen 2003 und 2007 neu gegründeten Unternehmen, um zu bestimmen, wie viele von ihnen bei der Betriebszählung 2008 noch aktiv waren. Ein Jahr nach ihrer Gründung waren 81 Prozent der Unternehmen noch aktiv, nach zwei Jahren 70 Prozent, nach drei Jahren 66 Prozent, nach vier Jahren 61 Prozent und nach fünf Jahren 50 Prozent. Im sekundären Sektor haben Unternehmen unabhängig vom Gründungsjahr bessere Überlebensraten als im tertiären Sektor. Die höchsten Überlebensraten sind generell im Baugewerbe, in der Industrie, im Gesundheits- und Sozialwesen sowie im Immobilienwesen und bei den Dienstleistungen für Unternehmen zu finden. Die tiefsten Überlebensraten weisen Unternehmen in den Branchen Handel, Gastgewerbe sowie Verkehr und Nachrichtenübermittlung auf.

Überlebende Unternehmen schaffen neue Stellen
Die Quote des Beschäftigungsrückgangs ist verhältnismässig tiefer als die Quote der Unternehmensschliessungen, weil die überlebenden Unternehmen tendenziell neue Stellen schaffen. Diese vermögen jedoch den Beschäftigungsrückgang infolge der Unternehmensschliessungen nicht vollständig zu kompensieren. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass bei der Neugründung von Unternehmen mehr Stellen geschaffen werden als die Summe der Stellen der überlebenden Unternehmen. Die Differenz liegt bei 1,2 Prozent für die Kohorte der im Jahr 2007 gegründeten Unternehmen und bei 14 Prozent für die 2003 gegründeten Unternehmen.

In einigen Wirtschaftsbranchen werden die Stelleneinbussen infolge Unternehmensschliessungen durch die neu geschaffenen Stellen der überlebenden Unternehmen kompensiert. Dies ist beispielsweise im Gesundheits- und Sozialwesen der Fall, wo mehr Stellen geschaffen wurden, als durch die Schliessung von Unternehmen der Kohorten 2003 bis 2007 insgesamt verloren gingen. In anderen Wirtschaftsbranchen wie dem Handel oder dem Gastgewerbe ging die Gesamtbeschäftigung in allen untersuchten Jahren zurück und dies trotz einer Beschäftigungszunahme in den überlebenden Unternehmen.



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