IHK Thurgau
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Unter dem Titel „Thurgau Plus“ hat der Kanton Thurgau ein Massnahmenpaket vorgestellt, das der Langzeitarbeitslosigkeit nachhaltig entgegenwirken soll. Gemeinden, Kanton und die Thurgauer Wirtschaftsverbände ziehen dabei an einem Strick.

Sofern die Arbeitslosenquote im Kanton Thurgau während drei Monaten in Folge die Vier-Prozent-Marke überschreitet, sollen zwei Massnahmen ergriffen werden. Einerseits beteiligt sich der Kanton mit 50 Prozent an den Kosten für Beschäftigungsprogramme der Gemeinden. Andererseits entlastet er die Arbeitgeber von finanziellen Risiken bei der Einstellung von ausgesteuerten Personen. Im aktuellen Szenario rechnet der Kanton, dass er so 360 Langzeitarbeitslosen neue Perspektiven geben könnte.
Regierungsrat Kaspar Schläpfer erklärte am 12. Februar in Friltschen vor den Medien: „Dieses Paket soll direkte Hilfe für Arbeitnehmer und Arbeitgeber bieten und eine nachhaltige Reintegration ausgesteuerter Personen aktiv unterstützen.“ Für Edgar G. Sidamgrotzki, Chef des Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA), haben die beiden Massnahmen das Hauptziel, Ausgesteuerte wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. „Wir sind bereit und hoffen, dass die Massnahmen genutzt werden."
Trotz aufkeimender Zuversicht der Firmen werde sich die Lage am Arbeitsmarkt nicht so schnell verbessern, räumte Peter Maag, Direktor der Industrie- und Handelskammer Thurgau, ein. Positiv an den geplanten Massnahmen sei, dass sie die Arbeitsmarktfähigkeit der Langzeitarbeitslosen erhalten sollen, dass sie sich auf bestehende Einrichtungen abstützten, rasch umsetzbar, kostenseitig überschaubar und befristet seien. (Martin Sinzig)
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Medienkonferenz in Friltschen (von links): Roland Kuttruff, Präsident VTG, Peter Schütz, Präsident TGV, Regierungsrat Dr. Kaspar Schläpfer, AWA-Chef Edgar G. Sidamgrotzki, IHK-Direktor Peter Maag und Judith Müller . Leiterin Rechtsdienst AWA.