IHK Thurgau
Schmidstrasse 9
Postfach 396
8570 Weinfelden
Tel 071 622 19 19
Fax 071 622 62 57
Am 7. März 2010 wird über eine Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) abgestimmt. Das Thurgauer Komitee „Ja zum fairen Umwandlungssatz“ hat am Freitag seine Argumente vorgestellt. An der Medienorientierung nahmen Vertreter der bürgerlichen Parteien und der Wirtschaftsverbände teil.
Benjamin Kasper, Präsident der Jungen SVP Thurgau, sieht bei der beruflichen Vorsorge zurzeit einen Küchenbrand. Diesen gelte es löschen, bevor das Vorsorgehaus in Vollbrand stehe. Walter Marty, Präsident der SVP Thurgau, hob die steigende Lebenserwartung hervor. Das Kapital, das gespart werde, müsse länger reichen. Es kommt hinzu, dass die Zinsen für sichere Anlagen gesunken sind. CVP-Kantonsrat Thomas Merz-Abt widersetzte sich dem Zwang zu hochriskanten Anlagestrategien.
Urs Herzog, der Präsident des Gewerbevereins Frauenfeld, sowie der Weinfelder Gemeindeammann und FDP-Kantonsrat Max Vögeli berichteten aus der Praxis. Beide sitzen sie in Leitungsgremien von Pensionskassen. Der Umwandlungssatz dürfe sich nicht nach Wunschvorstellungen richten, mahnten sie. Es müsse eine Rendite zugrunde gelegt werden, die an den Kapitalmärkten erreicht werden könne. Sonst drohe eine gefährliche Destabilisierung der zweiten Säule.
Hansjörg Brunner, Mitglied des Kantonalvorstandes des Thurgauer Gewerbeverbandes, und IHK-Direktor Peter Maag legten die Sicht der Wirtschaftsverbände dar. Sowohl IHK Thurgau als auch der Thurgauer Gewerbeverband sagen Ja zum fairen Umwandlungssatz.