IHK Thurgau
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Die Thurgauer Exportwirtschaft konnte im ersten Halbjahr 2010 noch immer nicht an die im Vorjahr abgesetzten Volumina anknüpfen (Exporte -4 % im Vergleich zum Vorjahr).
Besonders ausgeprägt war der Einbruch im EU-Raum, wo die Thurgauer Exporteure im ersten Halbjahr 2010 ein Minus von über 9 % hinnehmen mussten. Im wichtigsten Absatzmarkt Deutschland wurde jedoch ein Plus von gut 7 % erzielt. Markant mehr als im Vorjahr wurde zudem in die asiatischen Schwellenländer und nach China ausgeführt.
Bei der Entwicklung nach Branchen zeigen sich grosse Unterschiede. Während die Exporte der Metallindustrie (+15,7 %) und der Präzisionsinstrumente/-apparate/-geräte (+11,3 %) zu einem Wachstumskurs zurückfanden, bewegten sich jene der Chemiebranche (+2,4 %) und der Textil- und Bekleidungsindustrie (-2,1 %) ungefähr auf Vorjahresniveau. Im Segment Maschinen/Fahrzeuge/Apparate/Elektronik sowie bei den Nahrungs- und Genussmitteln waren die Ausfuhren rückläufig (-14,7 % bzw. -31,0 %)
Die konjunkturelle Belebung widerspiegelt sich bei den Importen. Diese nahmen im zweiten Quartal 2010 um gut 17 % zu (erstes Quartal: + 1 %). Besonders gefragt waren Rohstoffe und Halbfabrikate (+18 %) sowie Investitionsgüter (+26 %).