Gesamtschau FinöV / Zukünftige Entwicklung der Bahninfrastruktur
In einer kurzen Stellungnahme zur Gesamtschau des öffentlichen Verkehrs wird die Bedeutung des Ausbaus der Strecke Zürich-Winterthur unterstrichen.
Wir danken für die Zustellung der Unterlagen zur oben erwähnten Vernehmlassungsvorlage. Wir verzichten auf eine ausführliche Stellungnahme und beschränken uns auf wenige Bemerkungen. Gleichzeitig verweisen wir auf die Forderungen der Ostschweizer Kantonsregierungen zusammen mit den Parlamentarierinnen und Parlamentariern der Ostschweizer Kantone im National- und Ständerat.
Wir sind uns bewusst, dass die Stellungnahme des Wirtschaftsdachverbandes nicht auf einzelne Regionen Rücksicht nehmen kann. Economiesuisse sollte aber die Tatsache hervorheben, dass Zürich der Schlüssel im schweizerischen Bahnnetz ist. Der grösste Schweizer Bahnverkehrsknoten wird derzeit an seiner Leistungsgrenze betrieben. Die Durchmesserlinie Zürich befindet sich im Bau. Zusammen mit einem nachhaltigen Ausbau der Strecke Zürich-Winterthur bildet sie die Voraussetzung für verschiedene Verbesserungen in der Ostschweiz. Trotz eines weit verbreiteten Anti-Zürich-Reflexes müssen die Kapazitätssteigerungen auf der Strecke Zürich-Winterthur absolute Priorität erhalten und vorrangig realisiert werden.
Wir benützen die Gelegenheit, Sie auf ein thurgauisches Sonderproblem aufmerksam zu machen, das allerdings nicht Teil der Vorlage ist. Für den Güter-Transitverkehr von Süddeutschland nach Österreich über die thurgauische Seelinie kommt völlig veraltetes Rollmaterial mit hohen Lärmbelastungen ohne Nachtfahrverbot zum Einsatz. Wir vertreten die Ansicht, dass Mindeststandards auch für ausländische Transportunternehmen gelten müssen. Weiter scheint uns problematisch, wenn für Strasse und Schiene ungleiche Regeln für Nachttransporte gelten.