IHK - Industrie- und Handelskammer Thurgau

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02.02.2012:
Starker Franken bremst Aussenhandel
Der starke Franken sowie die eingetrübte Weltkonjunktur hinterliessen ihre Spuren auch im schweizerischen Aussenhandel. Zwar nahmen die Exporte im Jahr 2011 insgesamt um 2 % zu (Vorjahr: + 7 %), die Branchenmehrheit musste aber rückläufige Ausfuhren hinnehmen. Zugleich waren spürbare Preiskonzessionen erforderlich. Während die Nachfrage aus Asien florierte, stagnierte jene aus Europa. Die Importe verharrten auf dem Vorjahresstand. Die unterschiedliche Entwicklung zwischen den Aus- und den Einfuhren liess den Überschuss in der Handelsbilanz auf einen neuen Rekordwert steigen.
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"Wirtschaft am Hochrhein" gegründet

Deutsche und Schweizer Wirtschaftsverbände üben den Schulterschluss und haben das Netzwerk "Wirtschaft am Hochrhein" gegründet.

Mit einer Stimme sprechen künftig 17 Wirtschaftsverbände dies- und jenseits der Grenze zwischen Bodensee und Basel. Ihnen gehören auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Thurgau und der Thurgauer Gewerbeverband (TGV) an. Mit dem neu gegründeten Netzwerk "Wirtschaft am Hochrhein" wollen die schweizerischen und deutschen Wirtschaftsvertreter den Einfluss der heimischen Grenzregion in den Regierungshauptstädten Bern und Berlin, aber auch vor Ort in den Kantonen, Landkreisen und Ländern weiter stärken.

Bedeutende Wirtschaftskraft
Der Zusammenschluss der insgesamt 17 Wirtschaftsorganisationen repräsentiert ca. 100'000 Unternehmen in der deutsch-schweizerischen Grenzregion, in der knapp 2 Mio. Menschen beschäftigt sind, ein Volumen, das dem ganzer EU-Mitgliedsländer entspricht. Die gemeinsamen Interessen dieses starken Wirtschaftsraumes, davon sind die Spitzen der Organisationen unisono überzeugt, machen nicht an den Staatsgrenzen halt, werden aber von der jeweiligen nationalen Politik nicht mit der gebotenen Kooperation verfolgt.

Fluglärmstreit beenden
Zu den Anliegen des Netzwerkes gehören unter anderem der zügige Ausbau der Hochrheinautobahn A98 sowie die Beendigung des lange schwelenden Streits um den Flughafen Zürich. Auch die Vorschriften für grenzüberschreitende Dienstleistungen und Verbesserungen im Güterverkehr stehen ganz oben auf der Agenda des neu gegründeten Netzwerkes. Ein zentrales Thema der Verbändekooperation wird die Energieversorgung sein. Der Hochrhein mit seinen Wasserkraftwerken hat einen Standortvorteil, den es zu sichern gilt. Die Wirtschaft ist auf eine beständige, kostengünstige und autonome Energieversorgung angewiesen. Die Elektrizitätsgewinnung muss daher an den bestehenden Standorten nachhaltig gesichert werden. 

Das Verbandsnetzwerk "Wirtschaft am Hochrhein", dem ausschliesslich Spitzenrepräsentanten der regionalen Wirtschaftsorganisationen zwischen Bodensee und dem Dreiländereck in Basel angehören, will zukünftig zu allen wichtigen wirtschaftsrelevanten Fragen Position beziehen und konstruktive Lösungsvorschläge in die politische Diskussion einbringen.

Dem Netzwerk gehören folgende Organisationen an:
Aargauische Industrie- und Handelskammer
Aargauischer Gewerbeverband
Gewerbeverband Basel-Stadt
Handelskammer beider Basel
Handelskammer Deutschland-Schweiz
Handwerkskammer Freiburg
Handwerkskammer Konstanz
IHK Hochrhein-Bodensee
IHK Thurgau
IVS Industrie- und Wirtschafts-Vereinigung Region Schaffhausen
Kantonaler Gewerbeverband Schaffhausen
Kantonaler Gewerbeverband Zürich
Thurgauer Gewerbeverband
Unternehmerinitiative Wirtschaftsraum D-CH
Vereinigung Schweizerischer Unternehmen in Deutschland
Wirtschaftskammer Baselland
Zürcher Handelskammer



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